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Intelligente Bewegung durch Nutzung unterschiedlicher Angebote

Mobilität im Verkehrsverbund

Jedes Verkehrsmittel hat seine eigenen Stärken und das Auto ist nicht immer die schnellste und bequemste Art, um von A nach B zu kommen. Eine Erfahrung die Carsharing-Nutzer sehr schnell machen und ihr gesamtes Mobilitätsverhalten umstellen.

Abonnenten des Münchner Verkehrsverbunde (MVV) erhalten 50% Nachlass auf die Kaution und Aufnahmegebühr bei Stattauto. Ein Angebot, das mittlerweile bereits jeden zweiten Neukunden dazu veranlasst, das eigene Auto abzuschaffen und statt dessen auf die Kombination Carsharing und öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) zu setzen. In anderen Großstädten gibt es ähnliche Angebote. So können zum Beispiel auch Pendler im Großraum Hamburg vergünstigte Carsharing-Angebote nutzen, wenn sie Kunden des HVV sind.

Die Folgen eine rsolchen Umstellung sind bemerkenswert. Nach einer Studie des MVV gingen die mit dem PKW gefahrenen Kilometer von durchschnittlich 11 300 auf 2 500 im Jahr zurück. Konkret: durch den Wegfall der täglichen Fahrt zur Arbeit wird das Auto nur noch am Wochenende genutzt. Die Fahrt von und zur Arbeitsstelle macht daher auch den Löwenanteil (78%) aller Fahrten aus. Außerdem wird der ÖPNV für die Fahrt zu kulturellen Veranstaltungen (50%) eingesetzt. 32% der Nutzer geben auch Kneipenbesuche als Grund für die Nutzung von Bus und Bahn an. In diesen Bereichen spielt Carsharing mit 14, 4 und 1 Prozent nur eine untergeordnete Rolle.

Wenn es um Wochenendausflüge und den Besuch von Freunden und Verwandten geht, halten sich Carsharing (49%) und ÖPNV (49%) in etwa die Waage. Hier wird das Auto auf Zeit eher für entferntere Ziele genutzt, während die Bahn im Großraum München als einfacher und schneller gilt.

Ein eher überraschender Aspekt ist auch, dass die weitaus meisten Befragten angeben, der Umstieg vom eigenen Auto auf die kombinierte Nutzung von ÖPNV und Carsharing habe sich nicht negativ auf den Zeitbedarf für die Mobilität ausgewirkt. 10% geben sogar an, dass sie jetzt schneller am Ziel seien als früher. Eine Aussage, die angesichts der morgendlichen Rush Hour eigentlich nicht überraschen sollte.

Besonders in Ballungsgebieten mit einem gut ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr kann es also durchaus ein Komfort- und Zeitgewinn sein, die täglichen Entfernungen nicht mit dem eigenen Auto zurückzulegen. Von der Kostenersparnis und der positiven Auswirkung auf die Umwelt ganz zu schweigen.

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