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Technikwunder

Fahrerlose Fahrzeuge – Die Zukunft auf unseren Straßen

Noch bis vor kurzem gehörten fliegende und fahrerlose PKW in die Welt des Science-Fiction. Was letztere anbelangt, ist die ferne Zukunft bereits näher als man denkt. Einer der Vorreiter bei den Driverless Cars ist nicht etwa ein bekannter Autohersteller, sondern der Internetriese Google. Die hauseigenen Google Cars fahren seit Anfang 2014 durch die Straßen Kaliforniens. Dabei kommen sie völlig ohne Lenkrad und Pedale aus (diese mussten aufgrund staatlicher Vorschriften mittlerweile aber nachgerüstet werden). Die Google Cars haben in den USA so bereits beeindruckende 300.000 Meilen (fast 500.000 km) selbstständig und unfallfrei zurückgelegt.

Auch in Großbritannien sollen ab Januar 2015 fahrerlose Autos auf öffentlichen Straßen zugelassen werden. Erstmals in Europa werden die Fahrzeuge dann in Teststädten fahren, die sich noch bis Oktober zur Wahl stellen können. Auch global haben die Hersteller große Pläne: bereits 2025 sollen selbstfahrende PKW ein normaler Teil unseres Alltags sein.

Die Bausteine für intelligente Fahrzeuge sind aber auch heute schon in vielen PKW vorhanden. Automatische Parkassistenten oder Sicherheitssysteme, die den Wagen selbstständig auf einen drohenden Unfall vorbereiten, gehören in vielen Autos bereits zum Standard. Die Technologie in den Driverless Cars ist aber noch deutlich spezialisierter. Die aufwendigen Systeme kosten viel Geld und Zeit in der Entwicklung. Die Hersteller rechnen jedoch damit, dass sich diese Investition bald rentieren wird. Die Verkaufsargumente sind schließlich stark: Der Reisekomfort ist extrem hoch und der „Fahrer“ hat mehr Freizeit. Auch die Parkplatzsuche könnte wegfallen. Nachdem man sich zur Arbeit hat fahren lassen, schickt man das Auto einfach allein wieder nach Hause. Fahrtraining und Führerscheinpflicht könnten auf diese Weise obsolet werden. Auch neue Zielgruppen könnten erschlossen werden. Sehbehinderte etwa bekämen so den Zugang zu unabhängiger Mobilität.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Verkehrs- und Umweltfreundlichkeit dieser Fortbewegung. Die Technik soll die exakte Berechnung der besten Fahrweise, des angemessenen Tempos, der optimalen Strecke und Vieles mehr ermöglichen. Das Fahren wird somit deutlich effizienter, was Staus und Fahrzeiten und damit Abgase reduziert. Weiterhin steht der Sicherheitsaspekt im Fokus, denn eine der häufigsten Unfallursachen im Straßenverkehr sind derzeit Fahrerfehler.

Bis zur völligen Freiheit der fahrerlosen PKW wird es allerdings noch etwas Zeit brauchen. Für das Fahren außerhalb der kartographierten Straßen sind die derzeitigen Modelle noch nicht gerüstet. Das spontane Abbiegen auf einen Feldweg ist aktuell also nicht möglich. Auch extremes Wetter, wie Glatteis und Nebel bereitet den Fahrzeugen noch Schwierigkeiten. Starke Verschmutzung kann die Sensoren irritieren. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei nur 30 km/h. Man geht davon aus, dass die technischen Möglichkeiten ab dem Jahre 2020 diese Probleme aber lösen können werden.

Insgesamt könnten die Driverless Cars eine spannende Entwicklung für viele Verbraucher darstellen. Von einigen Branchen und Personengruppen werden sie allerdings mit wenig Begeisterung erwartet. Passionierte Autofahrer etwa dürften diese Neuerung eher mit Skepsis betrachten. Auch für bestimmte Branchen bedeuten fahrerlose PKW neue wirtschaftliche Herausforderungen. So müssen etwa Fahrschulen, Taxiunternehmen und Versicherungsgesellschaften mit Umsatzeinbußen rechnen. Auf diese Probleme muss die Wirtschaft in Zukunft adaptiv und flexibel reagieren.

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