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24.04.2012

Carsharing: Unternehmen vor der Pleite

Carsharing ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte. Daran ändert auch die (zwischenzeitliche) Insolvenz der Carsharing KG der Energiewende Oberland nichts. Das Problem der Carsharing KG war offensichtlich das zu schnelle Wachstum.

Näheres berichtet die Süddeutsche Zeitung, wo es unter anderem heißt, dass die Einnahmen nicht mehr die Ausgaben gedeckt hätten. Nach Aussagen der Betreiber wird jedoch schon nach einer Lösung gesucht.

Die Energiewende Oberland (EWO) ist eine Bürgerstiftung, die die Carsharing KG am 1. September 2010 ins Leben gerufen hat. Seither wurde im südlichen Münchner Umland eine umweltfreundliche Alternative zum Individualverkehr angeboten. Gegen Ende standen 14 Fahrzeuge bereit und wurden von 165 NutzerInnen gefahren. Zudem war schon eine Kooperation mit der Deutschen Bahn im Gespräch, aus der jetzt erst einmal nichts wird.

Möglichkeiten zur Rettung bestehen dennoch. Entweder wird die insolvente KG in einen Verein umgewandelt oder es werden externe Investoren ins Boot geholt. Dass Carsharing auch im ländlichen Bereich eine Chance hat, wurde hinlänglich bewiesen. Nun kommt es nur noch darauf an, das Geschäftsmodell ein wenig zu straffen.

Im Rückblick zeigen sich die Betreiber selbstkritisch und sprechen von einer Unterkapitalisierung, die gleich zu Beginn bestand. So wurde das zu schnelle Wachstum letztlich zum Verhängnis und konnte nicht mehr aufgefangen werden.

So wird zunächst die Fahrzeugflotte schrumpfen. Bewohner der Region Wolfratshausen und Geretsried brauchen jedoch nicht zu befürchten, dass das Carsharing ganz einschläft. Notfalls existieren ja auch noch P2P-Anbieter, die in die Bresche springen könnten.

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