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22.10.2014

Mit dem Fahrrad zur Arbeit schwimmen

Das Projekt

Der Architekt David Nixon und die Künstlerin Anna Hill planen eine neue Attraktion für Englands Hauptstadt.

Auf der Lebensader Londons, der Themse, sollen in Zukunft nicht nur Boote und Schiffe verkehren, sondern auch Fahrräder! Geplant ist ein ca. 12 Kilometer langer, schwimmender Fahrradweg von Battersea nach Canary Wharf.

Der Zweck

Die ungewöhnliche Idee könnte helfen den Londoner wachsenden Radverkehr zu entlasten. Der auf Pontons schwimmende Weg soll mehrere Uferverbindungen erhalten sowie Kioske auf bestimmten Streckenpunkten. Neben den infrastrukturellen Vorteilen könnte der „Thames Deckway“ aber vor allem durch seine einzigartige Lage bestechen. Der ungewohnte Blick auf das Themseufer ist dabei für die Radfahrer allein schon etwas Besonderes. Hinzu kommt, dass man mehr als eine der großen Sehenswürdigkeiten Londons auf der Strecke passiert. Big Ben, St. Paul’s Cathedral, Tate Modern sowie Shard und Tower Bridge sind vom Wasser aus zu sehen. Sollte es zu einer Realisierung kommen, wird der Weg aufgrund dieses Blickes wohl nicht nur den Radfahrern vorbehalten bleiben. Eine Öffnung der Strecke für Fußgänger außerhalb der Stoßzeiten ist im Gespräch. Zwar würde das die neu gewonnene Freiheit der Radfahrer wieder einschränken, vor allem die Touristen dürfte dieser Kompromiss aber freuen.

 

Die Kosten

Das ambitionierte Projekt ist bisher noch in der Planung, denn ein entscheidender Punkt blieb bisher ungeklärt: Wer zahlt? Die Finanzierung aus öffentlichen Geldern steht nicht zur Debatte. Daher wird mit Nachdruck ein privater Financier gesucht. Das Vorhaben soll stolze 600 Millionen Pfund kosten (umgerechnet etwa 750 Millionen Euro).

Die Instandhaltung der Strecke soll durch eine Fahrrad-Maut gedeckt werden. Das Befahren des „Thames Deckway“ soll dann immerhin 1,50 Pfund pro Strecke kosten (1,90 Euro).

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