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Maaxi Taxi – Gegen Uber, für Black Cabs, mit Rothschild

Nach Uber & Co. mischt jetzt ein weiterer Anbieter die Karten der Taxibranche neu. Diesmal allerdings zur Freude der Taxifahrer. Die Taxi-App Maaxi unterstützt gezielt die klassischen Londoner Black Cabs.

Das Besondere: Mitbegründer und Finanzier ist niemand geringerer als Nathaniel Rothschild. Als Mitglied der Rothschild-Dynastie, die seit Jahrhunderten im Finanz- und Bankwesen erfolgreich tätig ist, ist er nicht nur finanziell ein großer Gewinn für das Projekt. Durch die Bekanntheit der Familie gewinnt Maaxi natürlich auch medial zusätzliche Aufmerksamkeit. Immerhin ist es nicht selbstverständlich, dass ein Multimillionär selbst im Werbespot zur App mitspielt.

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Durch die App wird jedes Black Cab potenziell zum Sammeltaxi. Die Fahrgäste werden automatisch auf die nächstgelegenen Taxen mit freien Plätzen zugeordnet und teilen sich dann mit bis zu vier anderen die Fahrt. Die Fahrkosten teilen sich entsprechend durch die Anzahl der Fahrgäste und nehmen pro Person ab. Die Kosten für eine Fahrt sollen so nur das 1,5-fache einer Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln betragen.

Der Verdienst für die Fahrer hingegen nimmt zu, da die Kilometerpreise leicht angehoben werden, wovon der Fahrgast aber aus genannten Gründen keinen Schaden hat. Maaxi gibt den Taxifahrern damit im Kampf gegen Billiganbieter einen entscheidenden Vorteil. Seit dem 15.09. können Taxifahrer sich für die App registrieren. Bereits 1500 Fahrer soll Maaxi unter Vertrag haben.

Hinter der App steckt aufwendige Technologie, die auch komplizierte Planung erlaubt. Die Echtzeit-Analyse der Fahrt- und Positionsdaten soll die Wartezeiten für die Fahrgäste so gering wie möglich halten. Die Taxen können Nutzer zudem im „Daisy-Chain“-Prinzip aufnehmen. Das bedeutet, dass im Idealfall mit jedem Gast, der abgesetzt wird ein neuer einsteigt. Auf diese Weise sollen die Taxen optimal ausgelastet und unnötige Leerfahrten vermieden werden.

Sollte das Konzept aufgehen, liegen die Vorteile auf der Hand:

- Der Fahrgast spart Kosten

- Die Fahrer verdienen mehr Geld durch mehr Aufträge und einen höheren Satz

- Der Londoner Verkehr wird entlastet

- Die Vermeidung unnötiger Fahrten reduziert Abgas-Emissionen

Maaxi bringt damit ein innovatives, neues Verkehrskonzept auf den Markt, das auch bei der Londoner Stadtverwaltung schon viel Anklang gefunden hat. Der offizielle Launch soll in den nächsten Wochen stattfinden.

Die Konkurrenz ist jedoch nicht weit. Auch Uber bietet mit UberPool bereits eine Sammeltaxi-Lösung an. Momentan steht diese allerdings nur in San Francisco zur Verfügung.

 

Bild: Uwe Duwald  / pixelio.de

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