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29.05.2014

Demonstrationen geplant: Taxifahrer gegen Carsharing

Der Protest gegen eine bestimmte Form von Carsharing ist durchaus nachvollziehbar. Schließlich geraten die Taxifahrer in den Großstädten mehr und mehr unter Druck. Die Rede ist von Diensten wie Lyft, Wundercar und UberPop, die privates Carsharing über eine App vermitteln.

Laut “Manager-Magazin” werden die neuen Anbieter bereits mit der italienischen Cosa Nostra verglichen und von den Taxiverbänden als kriminell dargestellt. Das hat damit zu tun, dass die Hobby-Taxifahrer in keinster Weise den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und keinen Personenbeförderungsschein besitzen.

Mit anderen Worten wird durch das chauffierte Carsharing via App eine Branche torpediert, die ohnehin mit einer Fülle von gesetzlichen Restriktionen zu kämpfen hat. Die Stadtverwaltungen von Berlin und Hamburg haben sich bereits auf die Seite der Taxifahrer gestellt und Schritte gegen die neuen Apps eingeleitet.

Taxifahrer gegen das Carsharing und Mitfahrdienste. Am 11. Juni 2014 soll im Rahmen eines Aktionstages gegen die neue Konkurrenz demonstriert werden.

Taxifahrer gegen das Carsharing und Mitfahrdienste. Am 11. Juni 2014 soll im Rahmen eines Aktionstages gegen die neue Konkurrenz demonstriert werden.

Die Kritik reicht sogar noch weiter. Schließlich bergen Carsharing -Dienste wie Wundercar, UberPop etc. erhebliches Potenzial zur Schwarzarbeit. Indem Privatpersonen gegen ein Entgeld andere Privatpersonen chauffieren, hinterziehen sie Steuern.

Am 11. Juni 2014 ist ein Aktionstag der Taxiverbände in Berlin geplant. Angedacht ist eine Sternfahrt und auch weitere Protestformen sind nicht auszuschließen. Darüber hinaus feilt der Deutsche Taxiverband an einer Klage gegen UberPop und Wundercar und möchte gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus Paris, Mailand, Lissabon und Sao Paulo demonstrieren.

Fraglich ist dabei nur, ob die Proteste etwas bringen. Die Plattformen bieten schließlich keine illegalen Dienstleistungen an und sind vermutlich nicht verpflichtet, die jeweilige Fahrtauglichkeit und Steuerehrlichkeit ihrer KundInnen zu prüfen. Mit anderen Worten dürfte die klassische Taxibranche vor erheblichen Problemen stehen.

Foto: Matti Blume, MB-one, Wikipedia

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