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18.11.2013

Elektroauto: Infrastruktur noch lange nicht ausgereift

Sie heißen Typ 1, Typ 2 oder Typ 3 – und sind nur einige der Steckervarianten, mit denen ein heutiges Elektroauto aufgeladen wird. Ärgerlicherweise sind die verschiedenen Systeme untereinander nicht kompatibel.

In der Folge bedeutet dies, dass deutschlandweit zwar 4.400 Ladestationen für das Elektroauto existieren – diese aber noch lange nicht von jedem Fahrzeuge genutzt werden können. Wohl dem, der seinen kleinen Stromer in den eigenen vier Wänden aufladen kann.

Der Spiegel hat sich dem Thema ausführlich gewidmet und spart nicht an kritischen Worten. So herrscht nicht nur bei den Steckern aus Japan, den USA, Italien / Frankreich und Deutschland eine babylonische Verwirrung – auch die Schnellladesysteme passen nicht so recht zueinander. Da gibt es das japanische Chademo an 30 Ladestationen. Das System gilt als besser, könnte aber vom Combined Charging System (CCS) verdrängt werden. Auch Supercharger-Säulen sind recht verbreitet und komplettieren die Verwirrung.

Schlechte Karten für das Elektroauto: die derzeitige Infrastruktur in Deutschland ist chaotisch und nur schwer harmonisierbar.

Schlechte Karten für das Elektroauto: die derzeitige Infrastruktur in Deutschland ist chaotisch und nur schwer harmonisierbar.

Zuletzt sind die einzelnen Ladesysteme auch hinsichtlich ihrer Bezahlfunktionen nicht kompatibel. Hier sind es immerhin nur noch zwei konkurrierende Systeme, von denen sich letztlich eines durchsetzen sollte.

Was das alles für das Elektroauto bedeutet? Nicht Gutes, denn Endkunden setzen eine funktionierende Infrastruktur als Kaufanreiz voraus. Hierzulande wurde bislang aber kaum auf Koordination gesetzt, was letztlich als Hemmschuh für die gesamte Branche wirkt.

Foto: RudolfSimon, Wikipedia

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