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09.09.2013

Carsharing als Lebensgefühl und Ende der Statussymbole

Gewiss ließe sich Carsharing allein auf seinen ökonomischen Nutzen reduzieren. Oder auf den Beitrag, der zu mehr Nachhaltigkeit in der Mobilität führt. Es existiert jedoch auch noch eine soziologische bzw. kulturelle Komponente.

Auf diesen meist wenig beachteten Aspekt weist das Magazin Cicero hin. In einem durchaus lesenswerten Artikel geht es weniger um nackte Zahlen und Potenziale als um den gesellschaftlichen Wandel, der mit dem Carsharing einhergeht.

Dabei geht der Wandel dem Carsharing voraus und wird keineswegs von diesem geprägt. Eine Haupttendenz ist das zunehmende Desinteresse an Statussymbolen. Dicke Autos mögen zwar noch in HipHop-Videos eine Rolle spielen, die meisten jungen Menschen winken jedoch ab. Eine Fraunhofer-Studie unterstreicht dies und sieht die Gruppe der Unter-30-Jährigen zwar als Autonutzer aber nicht mehr als deren Besitzer.

In Berlin ist die Zahl der Autonutzer in den letzten Jahren ebenso gesunken wie in Hamburg. Lediglich 328 von 1.000 Hauptstädtern setzen überhaupt noch auf einen eigenen fahrbaren Untersatz. Die Studie „Visionen für nachhaltigen Verkehr in Deutschland“ sieht sogar bis ins Jahr 2050 eine Halbierung der Autos und eine deutliche Zunahme an Carsharing.

Für die Autoindustrie bedeutet dies eine zunehmende Exportorientierung. Schließlich sind Fahrzeuge made in Germany vor allem in China sehr begehrt. Ob die Automobilhersteller jedoch hierzulande den Anschluss an den Carsharing -Markt schaffen, steht – außer für Daimler mit Car2Go – noch in den Sternen.

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