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08.08.2013

Mobilität: Fahrradstaus in Dänemark und den Niederlanden

Es ist ein skurriles Bild und entspricht so gar nicht den gängigen Vorstellungen urbaner Mobilität. Die Rede ist von Fahrradstaus oder Parkplatzproblemen mit dem Fahrrad. Eine Zukunftsvision? Keineswegs, denn in manchen dänischen und niederländischen Städten sind die Probleme bereits angekommen.

Der Spiegel greift dieses ungewöhnliche Thema auf  und dokumentiert, dass Nachhaltigkeit in der Mobilität nicht immer mit mehr Bequemlichkeit einhergehen muss. Vor allem in Kopenhagen kann das Radfahren zur Geduldsprobe werden.

In einem YouTube-Video wird beispielsweise gezeigt, wie voll die Radwege in der dänischen Hauptstadt sind. Über einen Zeitraum von mehr als eineinhalb Minuten reihen sich auf eine vielbefahrenen Strecke Fahrräder an Fahrräder. Wohlgemerkt: es handelt sich weder um eine Demo noch um ein Rennen, sondern um den Alltag in einer Stadt, in der jeder Dritte Radfahrer ist.

Sowohl in Dänemark als auch in den Niederlanden wird Mobilität auf zwei Rädern kräftig gefördert, doch findet sich keine Lösung für das Stellplatzproblem. Im friesischen Groningen werden beispielsweise 50 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Autodurchgangsverkehr findet aus Gründen der Nachhaltigkeit zumindest im Zentrum nicht mehr statt.

Bedenkt man, dass Groningen bis 2030 auf einen Anteil von 65 Prozent Fahrrädern an der Mobilität kommen möchte, ist ein Infarkt vorprogrammiert. Abhilfe sollen nun breitere Wege und neue Parkhäuser schaffen.

Überhaupt wäre anzudenken, die Straßen für Radfahrer noch breiter zu machen und die Infrastruktur kontinuierlich zu verbessern. Dass dies zu Lasten der Autofahrer geht, muss wohl billigend in Kauf genommen werden ….

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