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02.01.2013

Carsharing nicht für den Stadtrand geeignet?

Es ist schon interessant, wie emotional der Siegeszug der Carsharing -Branche vielerorts kommentiert wird. In den Enthusiasmus mischen sich immer auch kritische Stimmen.

In der österreichischen “Presse” wird beispielsweise daran gezweifelt, ob die Carsharing -Angebote am Stadtrand “jemanden von einem Autokauf abhalten”. Die Rede ist vom Carsharing in Wien, wenngleich sich die Diskussion auch auf andere Metropolen übertragen ließe.

Gewiss führt der Autor beeindruckend aus, dass manche Carsharing -Anbieter wie Car2Go derzeit nur Zweisitzer im Angebot haben. Und andere Carsharing -Firmen lediglich mit Vorausbuchung und gebührenden Wartezeiten funktionieren. Der öffentliche Nahverkehr ist auch nicht immer hilfreich, sodass – so die Conclusio – nur ein eigenes Auto hilft.

Doch halt. Wir sprechen von einer Momentaufnahme innerhalb eines Wachstumsmarktes. Wenn Familienkutschen beim Carsharing in Wien oftmals ausgebucht sind, dürften die Anbieter bald neue Fahrzeuge bereitstellen. Das Angebot wird hier durch die Nachfrage forciert. Zudem existieren ja auch noch Möglichkeiten im Bereich des P2P- Carsharings. Auf dem “platten Land” finden sich immer Autobesitzer, die ihre Fahrzeuge bereitwillig und gegen einen geringen Obolus verleihen.

Carsharing Wien: vor allem in den Randbezirken ließe sich das Netz noch dichter weben.

Carsharing Wien: vor allem in den Randbezirken ließe sich das Netz noch dichter weben.

Zuletzt sollte man sich auch fragen, wie das Carsharing überhaupt entstanden ist. Waren es zu Beginn nicht Nachbarn und Freundeskreise, die Autos geteilt haben? Ein ähnliches Modell ließe sich sicherlich auch für den Wiener Stadtrand andenken. Um die Wartezeit auf ein noch engmaschigeres Carsharing -Netz zu verkürzen.

Foto: Ninanuri, Wikipedia

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