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Fahrrad Tipps für London

Fahrradfahren in London

Wie der Spiegel vor kurzem berichtete, sind die Umstände für das Fahrradfahren in London alles andere als optimal: Fahrradwege sind viel zu eng und teilweise schlecht ausgelegt. Busse, LKWs und Taxen dominieren den Verkehr und nehmen keine Rücksicht auf Fahrradfahrer.

Kein Wunder, dass das Fahrrad unter den Einheimischen und Touristen nicht gerade beliebt ist. Wer möchte sich denn schon solch einer Gefahr aussetzen? Da nimmt man doch lieber die U-Bahn oder den roten Bus. Und bei dem ständigen Regen will man auch nicht unbedingt aufs Rad steigen. Viele Argumente sprechen also gegen die Fahrradnutzung in London.

Fahrradfahrer in London.
(c) Transport for London

Es gibt jedoch einen, der glaubt ganz fest an die Integration des Fahrrads in das Verkehrssystem Londons: Boris Johnson, Bürgermeister von London. Um die Stadt fahrradfreundlicher zu machen, möchte Johnson laut der Wirtschaftswoche Green in den nächsten 10 Jahren rund 914 Millionen Pfund investieren. Separate Radwege sollen in der ganzen Stadt entstehen und Fahrräder sollen zu einem festen Bestandteil des Stadtbildes werden.

Das hört sich doch nach einem Plan an.

Zur Amtszeit Johnsons startete auch das Bikesharing-Programm Barclays. Die Räder werden daher „Boris Bikes“ genannt. Beim Fahrradverleih Barclays gibt es Mitgliedschaftstarife für 24-Stunden, 7 Tage und einem Jahr. Bei all den Tarifen sind die ersten 30 Minuten kostenfrei. Danach fallen weitere Kosten an. Je länger man jedoch das Fahrrad nutzt, umso teurer wird es. Daher lohnt sich Barclays nur bei kurzen Fahrten.

Längere Fahrradtouren sind mit klassischen Fahrradverleihern wie The London Bicycle Tour Company günstiger. Dort zahlt man pro Stunde, Tag oder Woche. Eine Mitgliedschaftsgebühr gibt es nicht. Gegen Aufpreis können die Fahrräder sogar geliefert werden.

Es scheint also doch noch Hoffnung für das Fahrrad in London zu geben. Worauf sollte man aber achten, wenn man die Straßen Londons auf zwei Rädern befahren möchte?

Hier sind ein paar Fahrrad-Tipps für London:

1. Helm: Auch wenn es nicht modisch aussieht, aber gerade in London sollte man einen Helm aufsetzen.

2. Mundschutz: Kennt man vielleicht nur aus Asien, doch wenn man oft mit dem Fahrrad durch London fahren möchte, ist ein Mundschutz wegen der schlechten Luft gar keine schlechte Idee.

3. Touristen: Gerade an Touristen, die mit dem Linksverkehr noch zu kämpfen haben, sollte man extra langsam vorbeifahren. Erstens schauen die beim Überqueren der Straße meist in die falsche Richtung und zweitens rechnet man als Tourist nicht mit Fahrradfahrern in London.

4. Oxford Street: Bloß keine Fahrradtour hier planen! Es sei denn, man möchte von den Bus- und Taxifahrern weggedrängt werden.

Es gibt einige Städte in Europa, von denen London in Sachen Fahrrad noch lernen kann. Paris zum Beispiel hat mit dem Bikesharing-Anbieter Vélib’ die größte Fahrradflotte in Europa. Weltweit nimmt Vélib’ nach dem chinesischen Anbieter Hangzhou Public Bicycle die zweite Position ein. Spanien, Italien und Deutschland gehören zu den Ländern mit den meisten Bikesharing-Angeboten.

Alle Bikesharing-Anbieter in Deutschland finden Sie hier.

Fotos: Transport for London

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