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Flexibel nutzen statt besitzen

Carsharing: Zweitwagen nach Bedarf

Was auf nahezu jedes private Auto zutrifft, trifft erst recht auf einen Zweitwagen zu. Die meiste Zeit steht er in der Garage oder auf dem Parkplatz, um nur wenige Minuten am Tag tatsächlich gefahren zu werden. Meist sind es dann nur kurze Strecken und viele davon werden eigentlich nur aus Bequemlichkeit mit dem Auto zurückgelegt.

Zweitwagen sind ein Stück Luxus für Menschen, die es sich leisten können. Oder eine Notwendigkeit für Paare, die ihre täglichen Ziele mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichen können. Mit dem Zweitwagen ist die Hausfrau tagsüber mobil, nachdem ihr Mann zur Arbeit gefahren und sein Auto auf den Firmenparkplatz abgestellt hat. Oder die berufstätige Ehefrau erreicht damit ihren Arbeitsplatz in der Stadt, während ihr Mann mit dem anderen Fahrzeug geschäftlich unterwegs ist.

Unterschiedliche Motive

So mancher Zweitwagen wird auch angeschafft, weil ein Auto nicht für jede Situation optimal geeignet ist. Manchmal ist es der praktische Kombi, der das flotte Cabrio ergänzt. Oder es ist der vielseitige Freizeit-SUV zusätzlich zur komfortablen Business-Limousine. In aller Regel ist es jedoch ein kleiner Flitzer für die praktischen Aufgaben des Lebens. Damit ist man schnell im Supermarkt. Man fährt zum Shopping in die City. Oder man bringt die Kinder zur Schule oder zum Sport.

Rund ein Fünftel der rund 39 Millionen deutschen Haushalte verfügt über einen Zweitwagen. Das sind 7,8 Millionen Fahrzeuge, die meist nur selten gefahren oder vor allem auf Kurzstrecken eingesetzt werden. Doch immer mehr Menschen hinterfragen den Sinn eines zusätzlichen Fahrzeugs im Haushalt, das viel Kapital bindet und einen erheblichen Teil des monatlichen Einkommens auffrisst.

Die smarte Alternative
In vielen Fällen wird der Zweitwagen nämlich weniger als 10 000 Kilometer im Jahr gefahren. Die übrige Zeit steht er unbenutzt da und nimmt nicht selten sogar öffentlichen Parkraum in Anspruch. Da ist Carsharing eine überelgenswerte Alternative, die mit wenigen Abstrichen genau denselben Nutzen bringt, wie der eigene Zweitwagen. Vorausgesetzt, der nächste Standort ist nicht allzu weit entfernt und ohne großen Zeitaufwand erreichbar.

Im Gegensatz zum Mietwagen ist Carsharing nämlich vor allem auf die spontane Nutzung und problemlose Verfügbarkeit eines Fahrzeugs ausgelegt. Man bucht das gewünschte Fahrzeug über das Internet oder per Smartphone-App und braucht lediglich eine Codekarte, um es zu öffnen und rund um die Uhr darauf zugreifen zu können.

Um Wartung und Fahrzeugpflege brauch sich der Carsharing-Nutzer nicht zu kümmern. Er muss noch nicht einmal ans Tanken denken. Und statt der hohen Kosten für die Finanzierung und Unterhalt eines eigenen Zweitwagens zahlt er lediglich für die tatsächliche Nutzung – auf Stunden-, Tages- oder Wochenbasis.

Cityflitzer oder Transporter

Dazu kommt eine Flexibilität, wie sie kein herkömmlicher Zweitwagen bieten kann. Carsharing-Kunden können nämlich ohne große Umstände immer genau den Fahrzeugtyp wählen, der aktuell benötigt wird. Vom Mini für den schnellen Einkauf über den Kombi für größere Transporte bis zum Minibus für den Ausflug mit Familie und Freunden. Doch auch der umgekehrte Weg ist denkbar. Wer sein Auto eigentlich nur benutzt, um kurze Strecken zurückzulegen, kann die gewohnte Limousine auch gegen einen Mini eintauschen. Der kostet deutlich weniger und ist in den Ballungsgebieten mit ihrer chronischen Parkraumnot meist ohnehin die bessere Alternative. Für längere Strecken, besondere Transportaufgaben oder den Wochenendtrip ins Grüne kann man sich dann aus dem Carsharing-Pool immer genau das Fahrzeug aussuchen, das passt.

Voraussetzung ist allerdings die Bereitschaft, sich vom alten Besitzdenken zu lösen. Carsharing ist eben kein eigenes Auto. Aber eine neue Form der Mobilität, die Flexibilität mit Kosteneinsparungen verbindet.

Carsharing: Zweitwagen nach Bedarf, 5.0 out of 5 based on 1 rating

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2 Kommentare »

  1. 20. Juni 2012 11:06 Ulf

    Bin seit einiger Zeit Carsharing Kunde. man braucht gar kein Auto mehr! Und schon gar keinen Zweitwagen!!

  2. 26. Juni 2012 12:57 Dennis

    Wozu braucht man eigentlich überhaupt einen Zweitwagen??

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